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Bildung zu Hause Alan Thomas

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Bildung zu Hause
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im: tologo verlag
Seiten: 278
erschienen: 2007
ISBN: 978-3-940596-00-0
Preis: 18,90 EUR
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Leseprobe

Informelles Lernen

Wenn Eltern, deren Kinder sich zu Hause bilden, an Erfahrung gewinnen, erkennen sie allmählich, dass strukturiertes Lernen nicht der einzige Weg zur Bildung ist. Dass sich viele Kinder dem "schultypischen" Lernen widersetzen - manchmal sehr vehement -, hat hierbei einen mächtigen Einfluss, der oft zum Wandel führt. Wenn Eltern darauf reagieren, indem sie den Umfang des eher formellen Unterrichts reduzieren, stellen sie fest, dass ihre Kinder anscheinend dennoch lernen.

Es muss nochmals erwähnt werden, dass die Begriffe formelles und informelles Lernen zu Hause eine andere Bedeutung haben als in der Schule. Formelles Lernen zu Hause würde in einem schulischen Umfeld vermutlich als ziemlich informell betrachtet werden, weil es kindzentriert und sehr flexibel ist. Informelles Lernen zu Hause ist etwas Besonderes, das nur zu Hause auftritt, denn dabei ist nur wenig oder gar nichts vorgeschrieben. Kinder lernen durch das Leben, aus alltäglichen Erfahrungen, größtenteils so wie in der frühen Kindheit. Diese Art des Lebens ist in der Schule undurchführbar.

Es dürfte nur wenige Pädagogen - oder eigentlich Menschen überhaupt - geben, die erwarten würden, dass sich einfach durch das Leben zu Hause viel Lernen ergibt. Dennoch kann es keinen Zweifel geben, dass informell lernende Kinder im Schulalter tatsächlich lernen, was an sich schon faszinierend ist. Es stellt nahezu alle Annahmen darüber, wie Kinder im Schulalter lernen sollten, in Frage. Aus einem offensichtlichen Grund ist über informelles Lernen von Kinder im Schulalter nur wenig bekannt - sie sind den ganzen Tag in der Schule. Sogar über informelles Lernen in der frühen Kindheit ist nicht viel bekannt. Es wird als selbstverständlich betrachtet. Erst in jüngsten Zeit wurde durch Forschungen zum Spracherwerb gezeigt, wie die Sprache fast vollständig informell gelernt wird. Davon abgesehen sind unsere Kenntnisse zum informellen Lernen ziemlich dürftig.

Eine Fortführung aus der frühen Kindheit

Die Vermutung, Kinder im Schulalter könnten weiter so lernen wie in der frühen Kindheit, wird am besten durch die Erfahrung der Eltern gestützt die einfach weitermachen wie bisher, wenn ihre Kinder das Schulalter erreichen. Sie haben offensichtlich bestimmte unausgesprochene Ziele, nämlich die mündliche Ausdrucksfähigkeit, die Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit, das wissenschaftliche, geographische und geschichtliche Verständnis, das Allgemeinwissen, die emotionale Reife, die soziale Kompetenz und die körperlichen Fertigkeiten ihrer Kinder weiter zu entwickeln. Aber diese Ziele müssen in keiner Weise deutlicher ausgesprochen werden als zu der Zeit, in der ihre Kinder jünger waren. Diese Eltern setzen einfach die Einführung ihrer Kinder in die Kultur fort. Es gibt keinen Grund, warum das Lernen im Alter von etwa fünf Jahren einem radikalen Wandel unterzogen werden sollte. Ebenso wenig muss der Bildungsplan dieser Kultur plötzlich in relativ unabhängige Bestandteile aufgeteilt werden, wie es in der Schule notwendig ist.

Kinder, die in der Schule kommen, müssen ihre früheren Lernansätze, die ihnen bisher so dienlich waren, aufgeben. Wenn sie aber, wie einige wenige dieser Kinder, die Möglichkeit dazu haben, dann werden sie diesen Weg des Lernens weiter verfolgen. Tatsächlich war diese Vorstellung von Kontinuität einer der Gründe, die von Eltern angegeben wurden, die sich von Anfang an zur Bildung zu Hause entschlossen hatten.

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